“Andere Vereine vorgestellt” – SV Stahl Unterwellenborn

12. Dez 2011  |  Kategorien: Andere Vereine vorgestellt, Thema, Tradition

Kulturhaus UnterwellenbornStahl Unterwellenborn wurde im Jahr 1948 nach einer Eingliederung der SG Zollhaus und der SG Könitz als ZBSG „Karl Liebknecht“ Maxhütte gegründet. Der Verein war die Betriebssportgemeinschaft der Maxhütte in Unterwellenborn. Dieses Stahlwerk hat eine sehr lange Tradition im Stahlkochen.

UnterwellenbornBis zum Kriegsende gehörte das Stahlwerk zum Flick-Konzern und war bis zum Kriegsbeginn komplett auf die Rüstungsindustrie umgestellt wurden. In den besten Zeiten hatte die Maxhütte über 6000 Beschäftigte. Das entspricht ungefähr der Hälfte des VEB Stahl- und Walzwerkes Riesa. Nach der Wende fiel das Werk an die Treuhandanstalt. Nachdem ein Teil des Betriebsgeländes mit der erst 1985 in Betrieb gegangenen kombinierten Formstahlstraße 1992 an die Luxemburger Arbed-Gruppe verkauft worden war, wurde auch 1992 der letzte Abstich vorgenommen. Damit ging eine 120-jährige Geschichte der Roheisenproduktion zu Ende. 1995 ging das neue Elektrostahlwerk in Betrieb, das zusammen mit dem Walzwerk die Stahlwerke Thüringen GmbH bildete. Seit dem Frühjahr 2011 gehört das Werk zur brasilianischen Stahlgruppe Compagniera Siderurgica Nacional.

 

Wappem BSG Stahl MaxhütteZurück zum Sport. 1951 erfolgte eine Umbenennung in BSG Stahl Maxhütte. Sportlich schafften die Thüringer 1957 erstmals den Aufstieg in die Bezirksliga Gera, in welcher 1970 die Meisterschaft gewonnen wurde. In den Aufstiegsspielen zur DDR-Liga scheiterte Stahl Maxhütte vorerst. Zwei Spielzeiten später gelang Maxhütte mit knappen Vorsprung vor den zweiten Mannschaften von Wismut Gera und FC Carl Zeiss Jena der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse der DDR. Konnte in der ersten Zweitligasaison die Liga gehalten werden, mussten die Thüringer 1974 gemeinsam mit Motor Eisenach und Chemie Schwarza wieder in die Bezirksliga absteigen.

In der Folgezeit spielte Maxhütte ausschließlich auf regionaler Ebene des Bezirkes Gera und pendelte mehrfach zwischen Bezirksliga und Bezirksklasse. Nach der Wende wurde der Verein im Jahr 1990 in SV Stahl Unterwellenborn umbenannt. Die Nachfolger des ehemaligen Trägerbetriebes Maxhütte, hielten dem Verein auch weiterhin die Treue. Eine Rückkehr in den höherklassigen Fußball gelang Stahl Unterwellenborn jedoch nicht mehr. Der SV Stahl Unterwellenborn belegt derzeit, in der siebtklassigen Landesklasse Süd, den zehnten Tabellenplatz. Ausser Fußball betreibt der Verein den Spiel- und Trainingsbetrieb im Bogensport, im Handball, im Kegeln, im Schwimmen, im Tischtennis, im Turnen und im Volleyball.

Die größten Erfolge waren die Teilnahme an der DDR-Liga 1972/73 und 1973/74. In der ewigen Tabelle der DDR-Liga belegte Unterwellenborn den 140.Platz. Wohl bekanntester Spieler der Stahlwerker ist Olaf Holetschek Er erlernte das Fußballspiel in der Betriebssportgemeinschaft. Er spielte in den vielen Jahren seiner Karriere für den FC Carl Zeiss Jena, für den FC Hansa Rostock und für den Chemnitzer FC.

- offizielle Homepage vom SV Stahl Unterwellenborn


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